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Mantakisch dialect - example of the week

  Text in the 34th calendar week (example 35)

  Listen to:
Im Dombachtal
Gedicht von Peter Gallus

 

Spoken by: Georg Gedeon
(Dialect Ober-Metzenseifen)

Uploaded: 2015-12-18
Time: (abt.) 1.9 min

Points: 1190

  Im Dombachtal
Von Peter Gallus

Ins Hochdeutsche übertragen von
Georg Gedeon

Die Zeit vergeht, die Jahre verfliegen,
das Alter rückt allmählich an,
man mag es auch selber nicht glauben,
kaum war man jung, ist man ein Mann.

Wie mutig war der Schuljunge,
der einmal hier ist rumgefegt ist.
Und jetzt wie traurig geht er rum,
der ernste, stille, fremde Mann.

Was will er hier? Was sucht er nur?
Als wenn er hätte etwas verloren.
Wird er es wohl finden was er sucht?
Nach vielen, langen, langen Jahren?

Einen Fußsteig sucht er durch die Sträucher,
er würde gern ums Bienenhaus gehen.
Das schöne Örtchen würde er gern
nach vielen Jahren jetzt wieder sehen.

Verwundert steht er still und fragt:
Wo bin ich denn? Bin ich nicht zu Haus?
Vor Zeiten war hier doch kein Wald.
Jetzt stehn hier lauter große Bäume.

Damals waren doch hier nur Haselsträucher
und Birkchen und Wein ein oder zwei.
Es war irgendwo ein Fußsteig hier,
jetzt sieht man nicht mal mehr eine Spur.

Und traurig geht er durch den Wald,
und wäre er ein Mann, dann würde er auch weinen.
Das Bienenhaus war doch war hier zugegen,
hier auf den Hammer muss es sein.

Ein Träne fällt ihm aus den Augen,
das alte Bienenhaus ist verfallen,
nur alte Schindeln sieht man liegen,
verfaultes altes Holz, vermorschte Sparren.

Und zwischen Steinen und Geröll
und zwischen Weißdorn und Schlehen,
sieht er einen alten Rosenstock
mit einem kahl-einzigen Röschlein stehen.

Und traurig schaut er vor ihm herab,
das Herz tut ihm zu fürchterlich weh.
Von allem ist nur das geblieben:
Ein alter Rosenstock, nicht mehr!

Bemerkungen:
Die Übertragung ist möglichst eng an den Originaltext angelehnt, um die charakteristische Ausdrucksweise der mantakischen Sprache gut wiederzugeben.
Auch die manchmal holprigen und klemmenden Reime werden bewusst so gelassen und nicht „verbessert“, um Verfälschungen des Originals möglichst zu vermeiden.